Bachelor mit Hindernissen

Bachelor mit Hindernissen

Wie ich schon berichtet habe, habe ich mein Bachelorstudium (Molekulare Biotechnologie) abgeschlossen und bin nun im Masterstudiengang. Wenn ich so zurückdenke, laufen einzelne Bilder vor meinem Auge. Schöne, aber auch schlimme. Denn so ein Bachelor ist nicht immer leicht…

Ein Schwenk zurück. Nach dem Abi hörten alle Probleme auf und fingen erst richtig an. Welches Studium, wohin und wie bekomme ich diesen heißersehnten Studienplatz? Nervenaufreibenes Recherchieren, Suchen und Zweifeln. Tage- und nächtelang vor der Deadline. Die Zeit war schlimm. Abwarten. DieAbsagen und die Zusagen bekommen. Sich für das interessantere Fach und die weiter entfernte Uni entschieden. Check ✓. Auf geht’s, kopfüber ins Uniwunderland.

Erstes Semester.

Vorfreude auf das was kommt. Nach den Erstitagen nach Hause kommen und vollkommen fertig sein von den ganzen neuen Menschen. Zu studieren anfangen und es mögen. Sich daran gewöhnen 4 Tage die Woche um 5 aufzustehen und erst abends nach Hause zu kommen. Mit großen Augen über den Vorlesungen über Stammzellen, Produktion von Medikamenten und andere Dinge lauschen. Die ersten Klausuren schreiben und feststellen, dass man für eine Klausur mehr gelernt hat, als für das gesamte Abi zusammen und trotzdem schlechter ist. Tolle Freunde finden. Lernen lernen lernen und bestehen. In den Semesterferien das erste Praktikum haben. Angst haben, zu tollpatschig fürs Labor zu sein und alles kaputt zu machen (unbegründet, da ich trotz meiner Tollpatschigkeit bis heute kein Glasgefäß kaputt gemacht habe und sogar welche gerettet habe). In den Semesterferien lernen. Das erste Mal “nichtbestehen”.

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Zweites Semester.

DAS Horrorpraktikum haben. Jede Woche stundenlang über den Protokollen dafür verzweifeln und nach 2 h plotten und rechnen negative Massen und Volumina rausbekommen und dazu Fehlerbalken, die so groß sind, wie die eigene Verzweiflung. Für An- und Abtestate lernen und nebenbei kaum Zeit haben, die Vorlesungen nachzubereiten und Übungszettel zu erledigen (und dabei nur 5 verdammte CPs für das Horrorpraktikum bekommen, darüber kann ich bis heute lachen und weinen gleichzeitig). In einer Vorlesung sitzen und kaum was verstehen (so ging es allerdings den meisten). Das erste mal in einem biotechnologischem Labor sein und es direkt lieben. In den Semesterferien lernen und lernen und nirgendwohin wegfahren und gar nicht wirklich frei haben, weil die Klausur wie eine dunkle Wolke über einem hängt.

Bachelor mit Hindernissen

Bachelor mit Hindernissen

Drittes Semester.

4 Übungszettel die Woche erledigen müssen zu vielen Vorlesungen und Übungen gehen. Einen rauchenden Kopf spätestens nach der dritten Vorlesung am Tag haben, weil einfach so viel Stoff in einen geprügelt wird. Mit Schrecken und Panik an die Klausuren denken. Am Ende insgesamt 7 oder 8 Klausuren schreiben. Nachts kaum noch schlafen können. Vor lauter Panik nicht mehr weiterlernen können. Sich zwingen, zu den Klausuren zu fahren. Es irgendwie schaffen. Ein wenig die Leute hassen, die auch im Studium alles mit links hinbekommen. Das erste Mal im Praktikum sich um Zellen kümmern und sich fühlen, wie eine glückliche Mami, wenn man ins Labor kommt und sie noch leben und sich fröhlich vermehrt haben. In den Semesterferien lernen und eben Klausuren schreiben und am Ende eine Woche frei bis zum nächsten Semester haben. Davon 3 Tage ein immerhin interessantes Seminar besuchen. Eine Freundschaft aufbauen mit jemandem, der ähnlich tickt, wie man selber.

Viertes Semester.

Das erste Mal ein längeres Laborprojekt haben. Sich im Physikpraktikum unglaublich dumm fühlen Bachelor mit Hindernissen Die erste (und einzige) Hausarbeit im Studium schreiben und die erste größere Präsentation halten. Das erste Mal seit langem in so etwas wie einer Clique zu sein und gefragt und überall eingeladen werden (<3).

Fünftes Semester.

Die erste Studentenparty mitmachen. Hauptsächlich selbst gewählte Veranstaltungen haben, anstatt einer Menge von unterschiedlichen Grundlagenfächern. Sich für spannende Praktika entscheiden und das erste Mal zeitweise alleine im Labor arbeiten. Die Semesterferien hauptsächlich mit lernen und Bericht schreiben verbringen.

Sechstes Semester.

Bachelor mit Hindernissen

Hauptsächlich Bachelorarbeit und noch eine Vorlesung nachholen. Eine tolle Arbeitsgruppe erwischen und viel Verantwortung bekommen, alleine Sachen organisieren und ein eigenes kleines Projekt haben <3 Lernen, dass im Labor alles länger dauert, als geplant.  Bachelorabeit schreiben und lernen, dass 1-2h Schlaf die Nacht ausreichen. Das erste Mal seit Jahren in den Urlaub fahren, sich Unikram mit in den Urlaub mitnehmen und sich dafür hassen. Wegen einer einzigen Klausur hängt das Projekt “Bachelor in Regelstudienzeit” am seidenen Faden. Die allerletzte Chance bekommen. Lernen lernen lernen, so eine riesige Angst haben, wie noch nie. Sich elend fühlen und das Gefühl haben, jetzt schon ein Versager zu sein, wenn man für alles so sehr kämpfen muss. Bestehen. Ein kleines “Bestanden” das mein komplettes Leben ändert. Mich aus meiner persönlichen Versagerhölle holt.

Bachelor. In Regelstudienzeit. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Es ist ein bisschen, wie mit vollem Anlauf dem Kopf durch die Wand. Verletzt, blutend, aber eben durch. Ich bin stolz auf mich. Weniger auf meine Leistung, aber vor allem darauf, dass ich es durchgehalten habe und nie nie nie aufgegeben habe, obwohl ich so oft so kurz davor war. Und das ist wohl auch das, was so ein Studium neben den vielen fachbezogenen Inhalten vor allem lehrt: Weiterkämpfen, gerade dann wenn man denkt, man kann absolut nicht mehr. Über die eigenen Grenzen hinauswachsen.

Und auch wenn manches hart klingt und es auch ist: ich bereue nichts. Ich würde das alles jederzeit genauso machen. Trotz aller Schwierigkeiten sind die Unijahre wunderschön. Mich packt schon jetzt die Nostalgie und ich vermisse all die Menschen, die ich in den drei Jahren kennen gelernt habe.

Aber wenn mir nun jemand noch Mal sagt, dass Studieren ja so einfach wäre und die Studenten faule Nixtuer sind, bis zum Mittag schlafen und jedes Wochenende feiern, den erschlage ich auf der Stelle. Mit dem Campbell oder dem Atkins oder dem Vollhard (die wiegen alle gefühlte 10 kg, wenn man sie im Rucksack nach Hause schleppt) und mit all meiner Wut.

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Endlich mache ich mit meiner Urlaubsserie  (hier geht es zu Teil I – Erste Eindrücke)  weiter (Funfact: es hat nur so lange gedauert, weil ich von der Fotoauswahl überfordert war). Heute nehme ich euch zu einem anstrengendem Aufstieg, der mit einem wunderschönen türkisen See belohnt wurde – es ging zum Berglisee! Das Tal Der zweite Urlaubstag begrüßte uns mit herrlichem...
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Einblicke 9+10/2014

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Austria Trip #1 – Erste Eindrücke

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Shirt: Kreepsville 666 | Rock: KK | Strumpfhose: Ebay | Chucks: Noname | Acessoires: Primark, Claires Schon vor längerer Zeit fuhren mein Freund und ich nach Düsseldorf mit einer vollen To-Do-Liste. In der Japanmeile leckeres Zeug einkaufen. Irgendwo asiatisch essen gehen, aber nicht Sushi (nicht, dass wir nicht oft genug Sushi essen könnten, aber was anderes asiatisches ist auch mal...
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Rezept | Beeren-Matcha-Cupcakes

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