„Du hast dein Mehrsein verloren“

(Hutmacher in Alice im Wunderland 2010 – mein Lieblingsfilm <3)

Hier ist es still geworden. Ich könnte jetzt sagen, ich stehe kurz vorm Abitur und habe viel zu tun und lege eine Pause ein. Tu ich aber nicht. Ich kann nicht behaupten, ich würde die ganze Zeit lernen, ehrlich gesagt habe ich noch nicht ernsthaft angefangen (und mein Gewissen meldet such immer häufiger zu Wort).
Meine Zukunft muss geplant werden, mein Leben. Wobei ich mich gleichzeitig frage, ob man so etwas planen kann. Es ist so ungewiss, schleierhaft und so bedrückend. Ab und an, und immer häufiger, habe ich Zukunftsängste. Es ist so, als würde man an einem Abgrund stehen. Ich möcht das alles nicht. Kann man die Zeit anhalten?…
Wichtige Entscheidungen stehen an, die ich nicht mehr hinauszögern kann. Das ist auch noch etwas, was mich quält.
Jedenfalls lebe ich zur Zeit nicht. Ich funktioniere lediglich. Keine Zeit für Gefühle, Leidenschaft, Begeisterung. Nur Aufgaben, imaginäre To-Do-Listen, Druck, Gewissensbisse, Unzufriedenheit. Müdigkeit, Augen aufreissen, machen, machen, machen, wo bleibt bloß due Zeit?, irgendwann ins Bett fallen. Hauptsache alles schaffen, und weiter, immer weiterrennen. Wohin, weiß keiner so genau.

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Am Wochenende habe ich mir etwas Auszeit gnommen. Zu einer Freundin gefahren, Fotos gemacht (die waren auch für die Schule, also auch Erledigungen, aber es hat wenigstens Spaß gemacht),  und es tat echt gut woanders zu sein und auf andere Gedabken zu kommen. Außerdem habe ich gerade eine geliehene Spiegelreflex-Kamera da (zwar keine gute, aber immerhin) und werde die Tage auf jeden Fall rausgehen und fotografieren. Dann gibt’s einen bilderreicheren Post.

Schönes Restwochenende!

:love:
Leeri

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12 Kommentare

  1. Ohwe – klingt nicht so toll deine momentane Situation. Diese Phasen kenne ich.. ich hoffe, dass du das schnell überwindest. Mache auf jeden Fall etwas anderes: Raus gehen, Eis essen, keine Ahnung ;) Nur nicht das machen, was du eigentlich geplant hast; zumindest nicht die ganze Zeit!
    Auf die Bilder bin ich gespannt.

  2. das geht vorbei : ) und wenn du erstmal weißt was du machen möchtest und es machen kannst dann stolpert man nicht über die steine auf dem weg sondern geht gemütlich gerade aus.

  3. Mein Freund hätte leider nicht mit reingepasst :D er ist ziemlich groß.

  4. Mhhh das klingt gar nicht gut!! Auch wenn man viel Stress hat bzw. viele Dinge zu tun hat sollte man immer zusehen dass man einen Ausgleich findet um genau diesen Stress zu reduzieren! Man kann nicht auf Dauer nur funktionieren! Aber es war gut, dass du zu deiner Freundin gefahren bist :)

    Auch die Abi-Zeit geht irgendwann mal vorbei und dieser Part ist eben auch mit vielen Entscheidungen gepflastert.. Aber hast du ihn erstmal hinter dich gebracht ist ein großer Entscheidungsabschnitt in deinem Leben getan ^^ Ich wünsch dir viel Erfolg :)

  5. Danke. Auf deine Fotos bin ich sehr gespannt :) Die aus dem Portfolio gefallen mir nämlich!

  6. diese ungewisse zeit vor dem abitur kann einem echt auf die laune schlagen… das habe ich alles ja erst letztes jahr erlebt und ich hatte auch so einige ängste und sorgen usw. aber dann stehen die prüfungen an und auf einmal ist alles vorbei und man ist einfach nur unendlich erleichtert!!

    • Danke für die lieben Worte … Ja, ich freue mich auch, wenn alles vorbei ist :)
      Und was machst du jetzt, wenn ich fragen darf? Haben deine Bildungswünsche geklappt?
      :love:

  7. Ja, ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen.

    Dieser Druck zum Schulzeit“ende“ bzw. die Neuorientierung, das Abschließen des „Teenie-Seins“, der Sprung in die richtige Welt, das schlaucht total! Ich fand die Zeit damals auch total ätzend. Erst direkt nach der Realschule. Ich wollte eine Lehre machen. Zur Glaserin. Kein Plan, wie ich auf die Idee gekommen bin. Meine Mutter war aber der Überzeugung, dass ich lieber „was ordentliches“ machen soll und doch vielleicht erstmal die Höhere Handelsschule aufsatteln soll. Da kann man dan viel mit machen. Tja, und das habe ich dann auch gemacht. Und es war gut! Und hat mir nochmal zwei Jahre Aufschub gegeben, bevor ich mich entscheiden musste, wohin es in meinem Leben gehen soll.

    Letztendlich ging die ekelige Phase dann zu den Abschlussprüfungen wieder los. Bewerbungen, Absagen, Absagen, Bewerbungen, Fahrprüfung, Klausuren, alles auf einmal! Dann erfährt man, das sich die Wege zwischen einem und guten Freunden trennen oder zumindest weit nebeneinander herlaufen. Zum Brechen!

    Aber irgendwann stand fest, wie es weiter ging und ich habe eine Ausbildung in der Verwaltung angenommen. Es war kein Fehler und es kehrte wieder Ruhe in mein Leben und eine ein wenig klarere Sicht auf meine Zukunft.

    Was ich dir mit meinem klugscheißerischen Monolog hier sagen möchte: Kopf hoch! ;-)
    Diese Phase macht jeder mit und irgendwie übersteht man sie. Überlege, was du möchtest, was dir gefällt! Und dann hau rein und kletter über die Steine! Danach wird es besser! :love:

    • Danke :) Und nein, deine Meinung ist keineswegs klugscheißerisch, sondern sehr aufmunternd! Ich ge mein bestes, und versuch das beste draus zu machen!

  8. Das Gefühl habe ich auch gerade.
    Aber wenn man etwas erreichen und sein Mehrsein wieder erlangen will, kann man es schaffen. Wenn man es ganz tief drinnen will. :)

  9. Bitte, bitte :)

    Seine Gefühle aufzuschreiben ist absolut nicht verkehrt. Man muss sie ja verarbeiten.
    Und man sollte nur dafür kämpfen, wofür es sich lohnt zu kämpfen.

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